Wasserqualität lässt sich messen, und beim Plauer See passiert das regelmäßig und verbindlich. Das Gesundheitsamt Ludwigslust-Parchim prüft alle acht ausgewiesenen Badestellen alle zwei Wochen. Die Ergebnisse sind über viele Jahre konstant, und sie fallen gut aus.
Wie sauber ist der Plauer See?
Die Badestellen am Plauer See konnten bei den Prüfungen immer mit sehr guten Ergebnissen überzeugen. Das ist die Einschätzung der zuständigen Behörde, nicht eine Marketingaussage. Die Wasserqualität ist laut EU-Einstufung fünf Jahre in Folge mit mindestens „gut" klassifiziert worden.
Für die Badestelle Lenz, eine der meistbesuchten am See, liegen besonders präzise Messdaten vor: Die Badewasserqualität ist sehr gut, die gemessenen Werte der Sichttiefe liegen ständig über einem Meter. Algenwachstum ist sehr selten.
Wer prüft den Plauer See und nach welchem System?
Die Gewässer werden von Mai bis Mitte September im 14-tägigen Rhythmus durch die Gesundheitsämter des Landes auf Belastungen hin überprüft. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erstellt das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern jährlich eine Badewasserqualitätskarte.
Was bei jeder Prüfung gemessen wird:
- Escherichia coli und Intestinale Enterokokken als bakteriologische Belastungsindikatoren
- Sichttiefe als Indikator für Algenbelastung und allgemeine optische Wasserqualität
- Optische Einschätzung der Badestelle durch den Außendienst
Die Ergebnisse fließen in die EU-weite Badewasserdatenbank ein und sind öffentlich einsehbar. Die aktuelle Karte für Mecklenburg-Vorpommern wird während der Saison fortlaufend aktualisiert und ist auf den Seiten des Sozialministeriums abrufbar.
Warum ist der Plauer See so sauber?
Mehrere Faktoren kommen zusammen. Die harmonisch integrierten Landschaftsschutzgebiete sorgen für eine hohe Wasserqualität. Das Nordufer steht vollständig unter Naturschutz als Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, landwirtschaftliche Einträge an den sensiblen Uferzonen sind durch die Auflagen stark begrenzt. Der Plauer See ist weitestgehend unverbaut, was bedeutet, dass Eingriffe in das Ökosystem an vielen Uferstellen schlicht nicht möglich sind.
Hinzu kommt die Seengeographie: Als Durchflusssee mit Verbindung zur Müritz-Elde-Wasserstraße verfügt der Plauer See über eine natürliche Wasserzirkulation, die Stagnation verhindert.
Wann kann die Wasserqualität schlechter werden?
Gute Dauerwerte schützen nicht vor kurzfristigen Ereignissen. Drei Szenarien, auf die man achten sollte:
- Blaualgen: Bei langen Hitzephasen und Windstille können sich Cyanobakterien an der Wasseroberfläche ansammeln. In diesem Fall warnt das Gesundheitsamt auf der Badewasserkarte.
- Zerkarien: Im Hochsommer in flachen, stark besonnten Uferbereichen möglich. Sofortiges gründliches Abtrocknen nach dem Baden ist der wirksamste Schutz.
- Starkregen: Kann kurzfristig Oberflächenwasser mit höheren Keimzahlen in den See einspülen. Zwei bis drei Tage nach starken Niederschlägen empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Karte.
Wer auf Nummer sicher gehen will: Die Badewasserqualitätskarte des Sozialministeriums MV ist die verlässlichste Quelle für tagesaktuelle Werte. Einfach vor dem Ausflug kurz nachschauen.
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