Welches sind die teuersten Stadtteile in Bochum?

Wiemelhausen und Stiepel. Mit 11,19 und 11,07 €/m² führen die beiden südlichen Stadtteile das Bochumer Mietranking 2026 klar an. Dahinter folgen Gleisdreieck mit 10,63 €/m², Südinnenstadt mit 10,18 €/m² und Weitmar-Mark mit 9,95 €/m².

Bochum liegt im Stadtschnitt bei rund 8,70 €/m², was zwar deutlich unter Düsseldorf oder Köln liegt, aber über vielen anderen Ruhrgebietsstädten. Und in den Premiumlagen erreicht auch Bochum zweistellige Quadratmeterpreise.

Alle Daten stammen aus dem Marktmietspiegel 2026 auf Basis der VALUE Marktdatenbank, ergänzt durch Portaldaten von Immoportal, ImmoScout24, Mietspiegel.info und Auswertungen der ZEIT sowie von Weyel Immobilien.

Hier das vollständige Ranking der teuersten und günstigsten Stadtteile auf einen Blick:

Stadtteil

€/m² 2026

Charakter

Wiemelhausen/Brenschede

11,19

Höchster Wert, Premiumlage Süd

Stiepel

11,07

Ruhrhang, Einfamilienhäuser, viel Grün

Gleisdreieck

10,63

Stadtnahe Lage, Mitte

Südinnenstadt

10,18

Klinikum-Nähe, zentral

Weitmar-Mark

9,95

Ruhige Wohnstraßen, Südwest

Mitte gesamt

9,76

Innenstadtbereich

Grumme

9,78

Oberes Mittelfeld

Altenbochum

9,49

Oberes Mittelfeld

Süd gesamt

10,13

Premiumteilbereiche

Südwest gesamt

9,53

Inkl. Weitmar-Mark

Querenburg

9,07

Uni-Nähe, steigende Nachfrage

Linden

9,09

Beliebter Wohnort Südwest

Dahlhausen

8,58

Günstigerer Südwesten

Hordel

7,31

Günstigster Stadtteil

Wiemelhausen und Brenschede: Bochums teuerster Stadtteil mit 11,19 €/m²

Wiemelhausen liegt im Stadtbezirk Süd, südlich der Innenstadt, und grenzt an Ehrenfeld und das Univiertel Querenburg an. Weyel Immobilien beschreibt die Lage mit hoher Lebensqualität, Nähe zur City, Parks und Waldflächen, hochwertiger Architektur, ruhigen Straßen und einem akademisch-städtischen Milieu. Das Profil zieht gut verdienende Familien, Akademiker und Angestellte mit entsprechender Zahlungsbereitschaft an.

Die Preisentwicklung der letzten Jahre zeigt einen klaren Aufwärtstrend:

Jahr

€/m²

2022

8,67 €

2023

8,60 €

2024

9,38 €

2025

9,82 €

2026

11,19 €

Von 2022 bis 2026 stiegen die Mieten um rund 29 Prozent, mit einem besonders starken Sprung zwischen 2025 und 2026. Beim Kauf liegen die Preise für Wohnungen laut McCompass bei rund 2.886 €/m², für Häuser bei rund 3.888 €/m², also im oberen Segment der Stadt. Im Teilraum Bochum Süd insgesamt, der Wiemelhausen, Stiepel und Weitmar umfasst, liegt der Durchschnitt laut Immoportal bei rund 3.017 €/m², dem höchsten Wert aller Teilräume der Stadt.

Stiepel: Premiumlage am Ruhrhang für Familien und Besserverdienende

Stiepel liegt im Süden Bochums nahe der Ruhr, mit viel Einfamilienhaus-Bestand, Reihenhäusern und gehobenem Wohnumfeld. Viel Grün, ruhige Straßen und gute Erreichbarkeit der Innenstadt machen den Stadtteil besonders attraktiv für Familien und Besserverdienende. Weyel Immobilien führt Stiepel neben Wiemelhausen, Ehrenfeld und Weitmar-Mark explizit als eine der teuersten Wohnlagen der Stadt auf.

Die Mietentwicklung ist konsistent stark:

Jahr

€/m²

2022

9,13 €

2023

9,75 €

2024

10,44 €

2025

10,31 €

2026

11,07 €

Die ZEIT bestätigte Stiepel in einer 2025er-Auswertung als Stadtteil mit der höchsten durchschnittlichen Angebotsmiete in Bochum. Beim Kauf ordnet McCompass Stiepel in den Premiumcluster Bochum Süd ein, mit Kaufpreisen für Wohnungen nahe 3.000 €/m².

Gleisdreieck und Südinnenstadt: Zentrale Lagen mit zweistelligen Mietpreisen

Gleisdreieck liegt stadtnah im Bereich Mitte und erreicht 2026 mit 10,63 €/m² den dritthöchsten Wert aller Stadtteile. Die Südinnenstadt folgt mit 10,18 €/m² auf Platz vier. Beide Stadtteile profitieren von ihrer Nähe zur Innenstadt, zum Schauspielhaus, zum St. Josef-Hospital und dem Klinikum sowie einer sehr guten ÖPNV-Anbindung.

Die Bebauung besteht aus Altbauten, Nachkriegsmehrfamilienhäusern und modernisierten Beständen. Das zieht ein breites Spektrum an Mieterinnen und Mietern an: Studierende, medizinisches Personal, Angestellte im Bildungs- und Kulturbereich und junge Familien. Die Nachfrage ist stabil, das Angebot begrenzt.

Ehrenfeld: Teure Innenstadtlage in Klinikum-Nähe

Ehrenfeld nennt Weyel Immobilien explizit als eine der teuersten Wohnlagen Bochums, zusammen mit Wiemelhausen, Stiepel, Weitmar-Mark und zentralen Innenstadtbereichen. Statistische Quellen verorten Ehrenfeld je nach Datengrundlage und Baujahr bei Mietpreisen von 9,50 bis 10,50 €/m². Die Lage zwischen Innenstadt, Klinikum und Ehrenfeld macht den Stadtteil besonders bei Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich und Stadtnahe-Wohnern gefragt.

Weitmar-Mark: Gehobener Südwesten mit ruhigen Wohnstraßen

Weitmar-Mark liegt im Stadtbezirk Südwest und ist eine der teureren Lagen in diesem Bereich. Ruhige Wohnstraßen, Einfamilienhäuser und gehobene Mehrfamilienbebauung prägen das Viertel, dazu Nähe zu Grünflächen und akzeptable Anbindung an Innenstadt und Ruhr-Universität. Die Mietentwicklung:

Jahr

€/m²

2022

8,09 €

2023

8,49 €

2024

9,40 €

2025

9,91 €

2026

9,95 €

McCompass weist für Weitmar Wohnungskaufpreise von rund 2.981 €/m² aus, den höchsten Wert aller einzeln ausgewiesenen Stadtteile in der Kaufpreistabelle.

Kaufpreise nach Stadtteil: Bochum Süd führt, Wattenscheid ist günstigstes Segment

Beim Kauf zeigt sich dasselbe Muster wie bei den Mieten: Die südlichen Stadtteile führen das Ranking an. Hier alle relevanten Werte nach McCompass auf einen Blick:

  • Weitmar: 2.981 €/m²

  • Wiemelhausen: 2.886 €/m²

  • Innenstadt: 2.853 €/m²

  • Altenbochum: 2.820 €/m²

  • Langendreer: 2.680 €/m²

  • Hamme: 2.528 €/m²

  • Wattenscheid: 2.466 €/m²

Der stadtweite Durchschnitt liegt laut Immobilienpreise-Deutschland.com bei rund 2.597 €/m² für Wohnungen und 3.555 €/m² für Häuser. Bochum Süd als Teilraum liegt mit 3.017 €/m² am höchsten, Wattenscheid mit 2.340 €/m² am günstigsten.

Hordel, Bergen und Hiltrop: Günstigste Lagen mit klarem Abstand zur Spitze

Am anderen Ende der Preisskala liegen die nördlichen Stadtteile deutlich hinter der Südspitze. Hordel ist mit 7,31 €/m² der günstigste Stadtteil Bochums im Marktmietspiegel 2026. Bergen und Hiltrop lagen 2025 laut Mietspiegel.info bei 6,53 €/m², die ZEIT nannte für Hiltrop/Bergen 7,25 €/m².

Der Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Stadtteil beträgt damit rund 3,50 bis 4 €/m², was bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung eine monatliche Differenz von rund 280 bis 320 Euro bedeutet, oder rund 3.000 bis 4.000 Euro im Jahr.

Wiemelhausen und Stiepel führen, Gleisdreieck und Südinnenstadt folgen: Bochums Premiumgürtel liegt im Süden und in zentralen Innenstadtlagen

Bochum hat ein klares Preisgefälle von Süd nach Nord. Wiemelhausen/Brenschede und Stiepel führen das Mietranking mit 11,19 und 11,07 €/m² an, rund 29 Prozent über dem Stadtschnitt, und auch beim Kauf liegt Bochum Süd mit 3.017 €/m² klar vorne. 

Gleisdreieck, Südinnenstadt, Ehrenfeld und Weitmar-Mark bilden den zweiten Hochpreisring rund um Innenstadt und südliche Wohnlagen. Hordel, Bergen und Hiltrop im Norden bieten mit 6,50 bis 7,30 €/m² die günstigsten Einstiegsmöglichkeiten. Insgesamt ist Bochum eine Stadt mit moderatem Gesamtpreisniveau, aber deutlich erkennbaren Premiumlagen, deren Einstiegspreise weit unter Düsseldorf oder Köln liegen und damit auch für Investoren mit langfristigem Zeithorizont interessant bleiben.

Wer von einer Traumimmobilie träumt, ohne die langen Suchen und Preisverhandlungen auf sich zu nehmen: Bei Omaze verlosen wir gerade ein historisches Landgut bei Düsseldorf im Wert von 2.800.000 € plus 100.000 € in bar, komplett eingerichtet, mit Gästehaus, Sauna, Gym und 22.000 m² Grundstück. Eine Person gewinnt garantiert.

Jetzt mitmachen: omaze.de/pages/duesseldorfer-landgut-lose

AUTOR

Carlos Arad

Carlos ist Autor bei Omaze Deutschland und schreibt seit Jahren zu Themen rund um Finanzen, Lifestyle und Immobilien. Seine Leidenschaft für besondere Immobilien hat er bereits in seiner Kindheit als Sohn eines Bauleiters für sich entdeckt.