Deutschland hat mehr zu bieten als Oktoberfest und Brandenburger Tor. Auf über 357.000 Quadratkilometern findest du mittelalterliche Welterbestädte, 2.000 Jahre alte Römerruinen, barocke Schlossparks und eine der aufregendsten Metropolen der Welt.
Welche 15 Städte dabei wirklich niemanden kalt lassen, zeigt diese Liste, basierend auf den Übernachtungsstatistiken des Deutschen Tourismusverbands 2024 und den Empfehlungen von Lonely Planet, ADAC, Merian und Travelcircus.
Top 15 Städte: Welche Stadt in Deutschland muss man gesehen haben?
Bevor es in die einzelnen Städte geht, hier der Überblick der offiziellen Zahlen.
Deutschland verzeichnete 2024 insgesamt 496 Millionen Übernachtungen, einen neuen Rekordwert:
| Rang | Stadt | Übernachtungen 2024 | Wachstum ggü. 2023 |
|---|---|---|---|
| 1 | Berlin | 30,6 Mio. | +3,4% |
| 2 | München | 19,7 Mio. | +5,8% |
| 3 | Hamburg | 16,1 Mio. | +1,1% |
| 4 | Frankfurt am Main | 11,1 Mio. | +7,6% |
| 5 | Köln | 7,1 Mio. | +7,9% |
| 6 | Düsseldorf | 5,5 Mio. | +2,5% |
| 7 | Stuttgart | 4,7 Mio. | +14,6% |
| 8 | Dresden | 4,6 Mio. | +4,5% |
| 9 | Nürnberg | 3,9 Mio. | +8,9% |
| 10 | Leipzig | 3,8 Mio. | -0,2% |
Heidelberg, Bamberg, Trier, Freiburg, Regensburg, Lübeck und Potsdam fehlen in dieser Statistik nicht wegen mangelnder Anziehungskraft, sondern weil sie kleiner sind. Trotzdem gehören sie auf jede ernsthafte Deutschland-Liste. Warum, erfährst du gleich.
Platz 1: Berlin
Berlin ist die einzige Stadt der Welt, in der du in einer einzigen Stunde den Kalten Krieg, das NS-Regime, die Weimarer Republik und die Gegenwart spürst. Kein Wunder, dass sie mit 30,6 Millionen Übernachtungen Platz 1 hält und bei Kurzurlaubern konstant die Nummer 1 unter deutschen Städten ist.
Was macht Berlin so besonders?
Es ist diese Mischung aus schwerer Geschichte und ungebremstem Lebenswillen. Die East Side Gallery ist ein 1,3 Kilometer langes Stück Mauerrest, bemalt von 118 Künstlern aus 21 Ländern, und damit die längste Freiluftgalerie der Welt. Das Holocaust-Mahnmal mit seinen 2.711 Betonstelen lässt niemanden gleichgültig. Und der Blick von der Kuppel des Reichstags zeigt eine Stadt, die sich von allem erholt hat.
- Brandenburger Tor – Ikone der deutschen Einheit, kostenlos zugänglich
- Museumsinsel – UNESCO-Weltkulturerbe seit 1999, fünf Weltklasse-Museen auf einer Spreeinsel
- East Side Gallery – die längste Freiluftgalerie der Welt auf dem längsten erhaltenen Mauerrest
- Checkpoint Charlie – ehemaliger US-Grenzübergang, heute mit Museum
- Gendarmenmarkt – einer der schönsten Plätze Deutschlands, mit Konzerthaus und zwei Domen
- Berliner Philharmonie – eines der bedeutendsten Konzerthäuser weltweit
- Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain – jedes Viertel ein eigenes Universum
Berlin ist nicht die gemütlichste Stadt dieser Liste. Aber sie ist die, die am stärksten nachwirkt.
Platz 2: München
München verbindet Dinge, die eigentlich nicht zusammenpassen: Weltoffenheit und tiefe Verwurzelung in bayerischer Tradition. Internationale Kunstmuseen und Biergärten als immaterielles Kulturerbe. Alpenblick und urbanes Leben. Laut Umfragen ist München die Stadt mit dem besten Ruf in ganz Deutschland.
Was München unersetzlich macht
An klaren Tagen sieht man von der Innenstadt die Alpen, die 80 Kilometer entfernt liegen. Der Englische Garten ist mit 375 Hektar größer als der Central Park in New York. Und wer auf der Eisbach-Welle mitten in der Stadt Surfer beobachtet, versteht sofort, was München meint, wenn es von Lebensqualität spricht.
- Marienplatz – Herzstück der Stadt seit 1158, Neues Rathaus mit Glockenspiel täglich um 11, 12 und 17 Uhr
- Englischer Garten – 375 Hektar, größer als der Central Park, mit Eisbach-Surfer mitten in der Stadt
- Deutsches Museum – größtes naturwissenschaftlich-technisches Museum der Welt, 73.000 Objekte
- Pinakotheken – Alte, Neue und Pinakothek der Moderne im Museumsviertel
- Schloss Nymphenburg – Sommerresidenz der Wittelsbacher, 180 Hektar Schlosspark
- Hofbräuhaus – bekanntestes Brauhaus der Welt, gegründet 1589
- BMW Welt – architektonisches Highlight mit kostenlosem Eintritt
Das Oktoberfest lockt jährlich über 6 Millionen Besucher aus aller Welt. Wer nicht in dieser Zeit kommt, hat die Stadt trotzdem nicht verpasst. München funktioniert das ganze Jahr.
Platz 3: Hamburg
Hamburg belegt in Schönheits- und Beliebtheitsstudien unter deutschen Städten regelmäßig Platz 1. Das überrascht viele, die Hamburg nur vom Flughafen kennen. Wer einmal auf der Außenalster saß, durch die Speicherstadt flaniert ist oder abends auf der Plaza der Elbphilharmonie stand und die Elbe beobachtet hat, versteht es sofort.
Was Hamburg von allen anderen unterscheidet
Hamburg hat diesen hanseatischen Stil: nicht laut, aber unmissverständlich selbstbewusst. Die Elbphilharmonie ist dabei das beste Beispiel. 866 Millionen Euro, ein alter Speicher als Fundament, eine Silhouette die die Stadt komplett verändert hat. Und die Aussichtsplattform ist kostenlos zugänglich.
- Speicherstadt – UNESCO-Weltkulturerbe seit 2015, weltgrößter zusammenhängender Lagerhausbau aus rotem Backstein
- Elbphilharmonie – 2017 eröffnet, die Plaza mit Panoramablick ist kostenlos
- Miniatur Wunderland – größte Modelleisenbahnanlage der Welt, eines der meistbesuchten Privatmuseen Europas
- Hamburger Hafen – einer der größten Häfen Europas, Rundfahrten ab den Landungsbrücken
- Fischmarkt – sonntags ab 5 Uhr morgens, Kult für Touristen wie Einheimische
- St. Pauli und Reeperbahn – hier spielten die Beatles ab 1960 ihre ersten Konzerte
- Schanzenviertel – Cafés, Boutiquen und Street Art
Hamburg ist außerdem Deutschlands Musicalmetropole: König der Löwen, Tina und andere Produktionen spielen dauerhaft in der Stadt.
Platz 4: Dresden
Dresden trägt den Beinamen „Florenz an der Elbe" nicht ohne Grund. Wer die barocke Stadtsilhouette zum ersten Mal von der Elbseite sieht, versteht den Vergleich sofort. Und wer weiß, dass das alles nach dem verheerenden Luftangriff vom 13. Februar 1945 in jahrzehntelanger Kleinstarbeit wiederaufgebaut wurde, schaut noch einmal anders hin.
Laut Travelcircus 2025 gilt Dresden als schönste Stadt Deutschlands
Besonders die Frauenkirche verdient einen eigenen Moment. Sie wurde nach dem Krieg komplett zerstört, die Ruine stand jahrzehntelang als Mahnmal. Nach der Wende begannen die Bauarbeiten, 2005 war sie fertig. Heute gilt sie weltweit als Symbol für Toleranz und Frieden, und ihre markante Kuppel wird „Steinerne Glocke" genannt.
- Frauenkirche – nach 1945 zerstört, bis 2005 wiederaufgebaut, Symbol für Toleranz und Frieden weltweit
- Semperoper – eines der schönsten Opernhäuser der Welt, Sitz der Sächsischen Staatsoper
- Zwinger – bedeutendstes Bauwerk des sächsischen Spätbarocks, mit Gemäldegalerie und Porzellansammlung
- Residenzschloss – Schatzkammer mit dem berühmten Grünen Gewölbe, einer der reichsten Schatzkammern Europas
- Brühlsche Terrasse – „Balkon Europas", Promenade entlang der Elbe
- Dresdner Neustadt – Cafés, Bars, Galerien und die Kunsthofpassage
- Sächsische Schweiz – Nationalpark mit Bastei-Brücke, gut als Tagesausflug zu erreichen
Platz 5: Köln
Der Kölner Dom ist mit über 6 Millionen Besuchern pro Jahr Deutschlands meistbesuchte Touristenattraktion. Er ist die größte Kirche des Landes und war bei seiner Vollendung 1880 nach über 500 Jahren Bauzeit das höchste Gebäude der Welt. Was man daran ablesen kann: Köln denkt in langen Zeiträumen.
Karneval, Kölsch und 12 romanische Kirchen
Kein anderes Stadtgebiet in Deutschland hat so viele bedeutende romanische Sakralbauten konzentriert wie Köln. Die zwölf romanischen Kirchen stehen neben dem gotischen Dom und ergeben zusammen ein Stadtbild, das seinesgleichen sucht. Dazu kommt der Karneval, einer der bekanntesten der Welt, mit Weiberfastnacht und Rosenmontagszug.
- Kölner Dom – UNESCO-Weltkulturerbe, über 6 Millionen Besucher pro Jahr, 157 Meter hohe Türme
- 12 romanische Kirchen – kein anderes Stadtgebiet in Deutschland hat so viele
- Altstadt und Rheinufer – Kneipendichte unter den höchsten Europas
- Karneval – Weiberfastnacht und Rosenmontagszug ziehen Hunderttausende an
- Römisch-Germanisches Museum – weltbedeutende Sammlung zur römischen Geschichte, direkt neben dem Dom
- Wallraf-Richartz-Museum – europäische Kunst vom 13. bis 19. Jahrhundert
- Rheinauhafen – modernes Architekturviertel mit den ikonischen Kranhäusern
Und ja: Kölsch wird ausschließlich in 0,2-Liter-Stangen serviert. Wer eine größere Portion bestellt, hat den Tenor der Stadt noch nicht ganz verstanden.
Platz 6: Heidelberg
Heidelberg ist die am stärksten romantisierte Stadt Deutschlands, und das seit dem 18. Jahrhundert. Mark Twain besuchte sie und schrieb: „I have never enjoyed any city so much." Dichter, Denker und Maler kamen hier her, und das Schloss auf halber Hangkante über der Altstadt erklärt warum.
Älteste Universität Deutschlands trifft schönste Altstadt
Die Universität Heidelberg wurde 1386 gegründet und ist damit die älteste in Deutschland. Die Altstadt darunter gehört zu den besterhaltenen des Landes, die Hauptstraße mit 1,6 Kilometern gilt als längste Fußgängerzone Europas. Und der Philosophenweg auf dem Nordhang des Heiligenbergs bietet einen Panoramablick, der sich ins Gedächtnis brennt.
- Heidelberger Schloss – bedeutendste Ruine Deutschlands, eines der romantischsten Wahrzeichen Europas
- Altstadt – besterhaltene Altstadt Deutschlands, mit 1,6 km längster Fußgängerzone Europas
- Alte Brücke – barocke Brücke über den Neckar mit Schloss im Hintergrund
- Philosophenweg – Wanderpfad mit Panoramablick über Altstadt und Neckar
- Kornmarkt – belebter Platz mit direktem Blick aufs Schloss
Platz 7: Bamberg
Bamberg ist das bestgehütete Geheimnis dieser Liste. 78.000 Einwohner, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1993, im Zweiten Weltkrieg nicht bombardiert und damit noch komplett original erhalten. Wer hierherkommt und erwartet, ein weiteres hübsches Städtchen zu sehen, wird überrumpelt.
Bierhauptstadt der Welt mit dem ungewöhnlichsten Rathaus Deutschlands
Das Alte Rathaus von Bamberg steht auf einer künstlichen Insel mitten in der Regnitz. Es wurde im 14. Jahrhundert so gebaut, weil die Bürger sich nicht einigen konnten, ob das Gebäude auf bischöflichem oder städtischem Boden stehen sollte. Dieses Eigentor-Kompromiss-Architektur-Wunder wurde eines der ikonischsten Gebäude Deutschlands. Dazu kommen 70 Brauereien in der Region, darunter 9 allein in der Altstadt.
- Bamberger Dom – romanischer Kaiserdom mit vier Türmen, UNESCO-Welterbe, mit dem weltberühmten Bamberger Reiter
- Altes Rathaus – auf einer künstlichen Insel mitten in der Regnitz erbaut, eines der ungewöhnlichsten Rathäuser der Welt
- Klein-Venedig – Fischerhaus-Zeile direkt am Wasser, malerischste Fotomotive der Stadt
- Neue Residenz – barockes Fürstenpalais am Domplatz, mit Rosengarten und Panoramablick
- Kloster Michaelsberg – benediktinisches Kloster auf einem der 10 Hügel, von hier aus sieht man alles
- Rauchbier – nur in Bamberg erhältlich, gebraut seit 1678 im Schlenkerla
Zehn Hügel, wie in Rom. Daher der Spitzname „Fränkisches Rom". Weniger überlaufen als andere Highlights auf dieser Liste, aber mindestens so eindrucksvoll.
Platz 8: Nürnberg
Nürnberg ist eine Stadt mit zwei Gesichtern, die man beide kennen muss. Eins zeigt mittelalterliche Pracht: eine Kaiserburg, die von 1050 bis 1571 die Hauptresidenz von 32 deutschen Kaisern war, eine fast vollständig erhaltene Stadtmauer, Albrecht Dürer. Das andere zeigt die dunkelste Phase der deutschen Geschichte: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände ist das größte erhaltene NS-Gelände der Welt.
Christkindlesmarkt, Kaiserburg und Reichsparteitagsgelände
Nürnberg zwingt einen, beides zusammen zu denken. Das macht die Stadt zu einem der wichtigsten Orte in Deutschland, nicht nur zu einem schönen.
- Kaiserburg – Hauptresidenz von 32 deutschen Kaisern, erstmals 1105 erwähnt, Wahrzeichen der Stadt
- Altstadt mit Stadtmauer – eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Deutschlands
- Ehemaliges Reichsparteitagsgelände – größtes erhaltenes NS-Gelände der Welt, mit Dokumentationszentrum
- Germanisches Nationalmuseum – größtes Museum für Kunst und Kulturgeschichte des deutschsprachigen Raums, 1,3 Millionen Objekte
- Christkindlesmarkt – bekanntester Weihnachtsmarkt der Welt, seit 1628
- Albrecht-Dürer-Haus – Geburtshaus des bedeutendsten deutschen Renaissancemalers
- Historische Felsengänge – unterirdische Bierkeller aus dem 14. Jahrhundert
Platz 9: Leipzig
Leipzig hat in den letzten 20 Jahren eine Transformation erlebt, die ihresgleichen sucht. Von der schrumpfenden DDR-Hinterlassenschaft zur kreativsten Kulturmetropole Ostdeutschlands. Wer Leipzig kennt, wundert sich, warum der Rest der Welt noch nicht davon gehört hat.
Friedliche Revolution, Bach und das höchste Denkmal Europas
In der Nikolaikirche begannen 1989 die Montagsdemonstrationen, die zur Wiedervereinigung führten. Johann Sebastian Bach wirkte in der Thomaskirche von 1723 bis 1750, und sein Grab liegt bis heute dort. Und das Völkerschlachtdenkmal ist mit 91 Metern schlicht das höchste Denkmal Europas.
- Nikolaikirche – Symbol der Friedlichen Revolution, hier begannen 1989 die Montagsdemonstrationen
- Thomaskirche – Wirkungsstätte von Bach, Heimat des Thomanerchors seit über 800 Jahren
- Völkerschlachtdenkmal – 91 Meter, das höchste Denkmal Europas
- Gewandhaus-Orchester – eines der ältesten Konzertorchester der Welt, seit 1743
- Auerbachs Keller – ältestes Restaurant der Stadt, von Goethe im Faust verewigt
- Leipziger Zoo – zweitbeliebtester Zoo Europas, 900 Tierarten
- Plagwitz – Kreativviertel mit Galerien, Ateliers und aufstrebender Szene
Leipzig Buchmesse ist nach Frankfurt die zweitgrößte Buchmesse der Welt. Und die Angebotsmieten stiegen von 2016 bis 2025 um 67 Prozent, was zeigt, wie sehr die Stadt gerade entdeckt wird.
Platz 10: Trier
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands, gegründet vor über 2.000 Jahren. Sie war einst eine der Hauptstädte des Römischen Reiches und hat mehr erhaltene Römerbauten als jede andere Stadt nördlich der Alpen. Wer antike Geschichte greifbar erleben will, ohne nach Italien zu fliegen, fährt nach Trier.
Neun römische Denkmäler, alle per Fußweg erreichbar
Das Welterbe von Trier umfasst neun römische Denkmäler, den Dom und die Liebfrauenkirche, und alle lassen sich an einem Tag zu Fuß abgehen. Die Porta Nigra, das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen, wurde ab 170 nach Christus errichtet und ist seit 1986 UNESCO-Welterbe.
- Porta Nigra – erbaut ab 170 n. Chr., besterhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen, UNESCO-Welterbe
- Kaiserthermen – eine der größten Thermen des Römischen Reiches
- Konstantinbasilika – die größte erhaltene Halle aus der Antike nördlich der Alpen
- Trierer Dom – älteste Bischofskirche Deutschlands, Grundlagen aus dem 4. Jahrhundert
- Römerbrücke – älteste erhaltene Brücke Deutschlands, Pfeiler aus dem 2. Jahrhundert
- Amphitheater – gut erhaltene römische Arena für bis zu 20.000 Zuschauer
- Karl-Marx-Haus – Geburtshaus von Karl Marx, heute Museum
Trier liegt mitten in der Mosel-Weinregion, einer der ältesten Weinbauregionen Deutschlands. Das macht die Stadt auch für alle interessant, die nach einem guten Abend suchen.
Platz 11: Freiburg im Breisgau
Freiburg ist die sonnenreichste Stadt Deutschlands mit 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, und das merkt man. Die Stadt strahlt diese entspannte Energie aus, die entsteht, wenn gutes Wetter, ein funktionierendes Stadtbild und der Schwarzwald direkt vor der Haustür zusammenkommen.
Münster, Bächle und Schwarzwald auf einmal
Jacob Burckhardt bezeichnete den Turm des Freiburger Münsters als den „schönsten Turm der Christenheit". Ob man das so unterschreiben muss, ist Geschmackssache. Dass der 116 Meter hohe gotische Turm mit seinen Glasfenstern aus dem Mittelalter beeindruckend ist, nicht.
- Freiburger Münster – gotisches Meisterwerk, 116-Meter-Turm, kunstvollste Glasfenster des Mittelalters
- Freiburger Bächle – mittelalterliches System kleiner Wasserrinnen durch die Altstadt, heute Wahrzeichen und Kulturgut
- Münstermarkt – montags bis samstags, einer der ältesten und schönsten Wochenmärkte Deutschlands
- Schlossberg – direkt hinter der Altstadt, kostenloser Panoramablick auf Freiburg und Schwarzwald
- Schwarzwald – Feldberg, Titisee, Todtnauberg, alles innerhalb von 30 Minuten erreichbar
Platz 12: Regensburg
Regensburg ist das bestgehütete Geheimnis unter den deutschen UNESCO-Städten. Die Altstadt auf sieben Hügeln gehört seit 2006 zum Weltkulturerbe und zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen nördlich der Alpen.
Was viele nicht wissen: Regensburg hat mehr mittelalterliche Türme als San Gimignano in der Toskana.
Älteste Brücke Deutschlands und die historische Wurstkuchl
Die Steinerne Brücke wurde von 1135 bis 1146 gebaut, gilt als älteste erhaltene Brücke Deutschlands und war Vorbild der Prager Karlsbrücke.
In nur elf Jahren errichtet, galt sie damals als Weltwunder. Direkt daneben liegt die Historische Wurstkuchl, älteste Bratwurstküche der Welt, seit dem 12. Jahrhundert.
- Steinerne Brücke – erbaut 1135 bis 1146, älteste erhaltene Brücke Deutschlands, Vorbild der Prager Karlsbrücke
- Dom St. Peter – gotischer Dom, 600 Jahre lang gebaut, mit den Regensburger Domspatzen, einem der ältesten Chöre der Welt
- Altstadt mit Geschlechtertürmen – hunderte mittelalterliche Türme aus dem 12. und 13. Jahrhundert
- Schloss Thurn und Taxis – eines der größten privat bewohnten Schlösser Europas
- Historische Wurstkuchl – älteste Bratwurstküche der Welt, seit dem 12. Jahrhundert
- Walhalla – griechischer Tempel von Ludwig I., 10 Kilometer entfernt hoch über der Donau
Platz 13: Frankfurt am Main
Frankfurt wird von vielen Reisenden zu Unrecht als gesichtslos abgetan. Hauptsächlich, weil es der Flughafen-Durchgangsort für den Rest Deutschlands ist. Wer einen Tag länger bleibt, merkt: Frankfurt hat mehr Substanz als sein Ruf.
Europäische Skyline, 15 Museen auf 2 Kilometern, Geburtsort der deutschen Demokratie
Das Museumsufer ist einzigartig in Deutschland: 15 Museen direkt am Mainufer auf weniger als zwei Kilometern, darunter das Städel-Museum mit der größten Kunstsammlung Deutschlands. Die Paulskirche war 1848 Ort der ersten deutschen Nationalversammlung und gilt als Wiege der deutschen Demokratie.
Und die Frankfurter Buchmesse ist jedes Jahr im Oktober die größte Buchmesse der Welt.
- Museumsufer – 15 Museen auf unter 2 Kilometern, darunter das Städel-Museum
- Skyline – einzige echte europäische Skyline im US-Stil, abends vom Sachsenhäuser Ufer besonders eindrucksvoll
- Römerberg – historischer Altstadtplatz mit dem Römer als Rathaus seit 1405
- Paulskirche – Wiege der deutschen Demokratie, Nationalversammlung 1848
- Sachsenhausen – historisches Apfelweinviertel mit Ebbelwoi-Lokalen
- Frankfurter Buchmesse – jährlich im Oktober, größte Buchmesse der Welt
Platz 14: Lübeck
Lübeck war im Mittelalter die mächtigste Handelsstadt Nordeuropas und Hauptort der Hanse. Ihr Holstentor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands, und die Altstadt auf einer Insel zwischen zwei Flussarmen ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe, als erste Stadtaufnahme Deutschlands überhaupt.
Thomas Mann, Marzipan und die Mutter der Backsteingotik
St. Marien in Lübeck war Vorbild für hunderte Kirchen im gesamten Ostseeraum. Sie begründete den Baustil der Backsteingotik und enthält die weltweit größte mechanische Orgel. Das Buddenbrookhaus daneben ist das Geburtshaus der Familie Mann, Thomas Mann gewann für seinen Romanzyklus 1929 den Nobelpreis für Literatur. Und Lübecker Marzipan trägt EU-geographische Herkunftsbezeichnung.
- Holstentor – Symbol der Hansestadt, zwei massive Türme, eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands
- St. Marien – Mutter der Backsteingotik, Vorbild für hunderte Kirchen im Ostseeraum, größte mechanische Orgel der Welt
- Buddenbrookhaus – Museum zu Thomas Mann und der Familie Mann, Nobelpreis 1929
- Niederegger – bekanntestes Marzipangeschäft der Welt, mit EU-geschützter Herkunftsbezeichnung
- Heiligen-Geist-Hospital – eines der besterhaltenen mittelalterlichen Hospitäler Europas, gegründet 1286
Platz 15: Potsdam
Potsdam liegt 30 Minuten von Berlin entfernt und ist eines der dichtesten UNESCO-Welterbe-Areale der Welt. Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin gehören seit 1990 zum Weltkulturerbe, über 150 historische Gebäude und mehr als 500 Hektar Parkanlage auf einmal.
Sanssouci, Potsdamer Konferenz und 287 Hektar Barockpark
Schloss Sanssouci ist das „Versailles des Nordens", Sommerpalast Friedrichs des Großen, von ihm selbst entworfen und von 1745 bis 1747 gebaut. Im Cecilienhof wenige Kilometer entfernt fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt, an der Churchill, Truman und Stalin die Nachkriegsordnung verhandelten. Beide Orte an einem Tag, beide fußläufig voneinander.
- Schloss Sanssouci – das „Versailles des Nordens", von Friedrich dem Großen selbst entworfen, UNESCO-Welterbe
- Park Sanssouci – 287 Hektar mit Brunnen, Terrassen, Weinberg und Rococo-Pavillon
- Neues Palais – repräsentativstes Barockschloss Preußens, 322 Zimmer, 213 Meter Fassade
- Cecilienhof – Schauplatz der Potsdamer Konferenz 1945 mit Churchill, Truman und Stalin
- Holländisches Viertel – 134 rote Backsteingebäude, für holländische Handwerker gebaut
- Babelsberg – Europas wichtigstes Filmstudio, gegründet 1912
Welche Städte dürfen auf keinen Fall fehlen?
Wer nur wenige Tage hat, sollte mindestens diese fünf sehen: Berlin für Geschichte und Mauerfall, München für Bayern und Alpenblick, Hamburg für Hafen und hanseatisches Flair, Dresden für Barock und das Wunder der Wiedergeburt, und entweder Bamberg oder Regensburg für authentisches Mittelalter ohne Touristenmassen.
Wer mehr Zeit mitbringt und Deutschland wirklich verstehen will, ergänzt mit Trier für die Römer, Heidelberg für die Romantik, Leipzig für die Friedliche Revolution, Lübeck für die Hanse, Potsdam für Preußen, Nürnberg für Mittelalter und NS-Geschichte und Freiburg für Schwarzwald und Nachhaltigkeit.
Und wer eines dieser Häuser in einer dieser Städte nicht nur besuchen, sondern wirklich bewohnen will: Bei Omaze verlosen wir regelmäßig Häuser im Millionenwert, vollständig eingerichtet, schlüsselfertig, inklusive 100.000 Euro in bar zum Einleben.
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