Frankfurt gilt als knallharte Finanzmetropole, und dann stehst du plötzlich in einem Penthouse, aus dem du auf die Skyline samt Bankentürme schaust wie auf ein Modell, das jemand extra für dich dort platziert hat. Was in dieser Stadt im Luxussegment möglich ist, hat nichts mehr mit Immobilienportal-Dimensionen zu tun, denn hier geht es um Lebensvorstellungen, die die meisten Menschen als unrealistisch abgehakt haben.
Was sind die teuersten Wohnungen in Frankfurt?
Das teuerste Objekt auf dem gesamten Frankfurter Immobilienmarkt steht im Westend-Süd und heißt SKYPEARL. 16,5 Millionen Euro, rund 50.000 Euro pro Quadratmeter, Forbes Global Properties nennt es das kostspieligste Einzelobjekt der Stadt. Deutschlandweit belegt das SKYPEARL Platz zwei unter den teuersten Penthouses überhaupt, knapp hinter einem Münchener Projekt für 18,7 Millionen Euro.
Alles begann mit einer Entscheidung aus dem Jahr 2017: Ein ehemaliges Bürogebäude sollte so radikal umgebaut werden, dass am Ende nur noch die Hülle übrig blieb. Grundriss, Haustechnik, Innenraumkonzept, komplett neu. Die beiden obersten Stockwerke gehören seither ganz dem SKYPEARL, 330 Quadratmeter Maisonette, alle Außenwände durch bodentiefe Panoramafenster ersetzt, 360-Grad-Blick auf die Skyline aus jedem Zimmer.
Auf dem Dach wartet das eigentliche Herzstück: ein zwölf Meter langer Infinity-Pool mit Gegenstromsystem und Ganzjahresbeheizung, der optisch in die Skyline überzugehen scheint. Daneben steht eine Panoramasauna im verspiegelten Glaskasten mit direktem Skylineblick, und dahinter lädt eine Rooftop-Lounge mit Außenküche, Subtropenpflanzen und Palmen dazu ein, den Abend nicht mehr zu beenden.
Und jetzt der Hammer: Zeitweise stand das SKYPEARL auch zur Miete, für 22.500 Euro im Monat. Die teuerste Mietwohnung Deutschlands zu diesem Zeitpunkt.
Die Ausstattung geht in jeden Winkel. Licht und Sound kommen von Delta Light, Occhio und Bang & Olufsen, die Küche arbeitet mit Gaggenau-Geräten auf Granitarbeitsflächen in Nero Assoluto, im Masterbad steht eine freistehende Badewanne mit Skylineblick, und die Armaturen liefert Vola aus Dänemark.
Das Smart Home denkt mit. Wer hier wohnt, hat buchstäblich alles geregelt.
Grand Tower: Deutschlands höchstes Wohnhochhaus in der Europa-Allee
Wer lieber in die Höhe will als auf ein Dach, findet die Antwort im Grand Tower. Mit 179,9 Metern und 51 Stockwerken steht hier seit dem Jahr 2019 Deutschlands höchstes Wohnhochhaus, mit 401 Eigentumswohnungen und einem Durchschnittsquadratmeterpreis von 8.700 Euro.
Das Penthouse auf der 47. und 48. Etage kostet 8,4 Millionen Euro für 274,8 Quadratmeter, vier Zimmer, eigene Dachterrasse, 24-Stunden-Concierge, Quadratmeterpreis rund 30.600 Euro, sofort beziehbar. Was das Haus außerdem hat: die Sunset Terrace auf der 43. Etage in 141 Metern Höhe, die alle Bewohnenden nutzen können, und den Grand Garden auf der 7. Etage als Gemeinschaftsfläche mit Stadtblick, die in keinem anderen Frankfurter Hochhaus so funktioniert. Kleinere Einheiten starten bei 634.000 Euro.
FOUR Frankfurt: Das teuerste Neubauprojekt der Innenstadt
Vier Hochhäuser im Herzen der Stadt, fertiggestellt schrittweise in den Jahren 2025 und 2026. Davon gehört ein 120 Meter hoher Wohnturm mit 242 Eigentumswohnungen zum Projekt FOUR Frankfurt in der Junghofstraße. Der Durchschnittspreis liegt bei 12.985 Euro pro Quadratmeter, das Doppelstock-Penthouse auf den Etagen 29 und 30 mit 217 Quadratmetern läuft bei Preisen bis 11,5 Millionen Euro.
Wer günstiger einsteigen möchte: 51 Quadratmeter kosten hier 745.000 Euro, also über 14.600 Euro pro Quadratmeter. Das ist der niedrigpreisigste Einstieg in dieses Haus und bestimmt kein Schnäppchen.
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Was der Gutachterausschuss im Jahr 2025 dokumentiert hat
Der Gutachterausschuss Frankfurt wertet alle notariell beurkundeten Kaufverträge der Stadt aus und liefert damit das nüchternste Bild des Markts. Was aus dem Jahr 2025 bleibt:
- Teuerste verkaufte Wohnung: 6.900.000 Euro
- Höchster Quadratmeterpreis: 30.000 Euro, neuer Rekord für Frankfurt
- Stadtweiter Neubau-Durchschnittspreis: 7.840 Euro pro Quadratmeter, plus 6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024
- Stadtweiter Gesamtdurchschnitt: 5.630 Euro pro Quadratmeter
- Größte verkaufte Wohnung: 360 Quadratmeter
- Luxussegment zwischen 6.000 und 7.999 Euro pro Quadratmeter: 57,7 Prozent mehr Transaktionen als im Vorjahr
Für das Jahr 2026 rechnet der Markt im Segment über fünf Millionen Euro mit fünf bis zehn Transaktionen, ein historisch hohes Niveau für Frankfurt.
| Objekt | Preis gesamt | Fläche | Preis pro m² |
|---|---|---|---|
| SKYPEARL Westend-Süd | 16.500.000 Euro | 330 m² | ca. 50.000 Euro |
| FOUR Frankfurt, Penthouse | bis 11.500.000 Euro | 217 m² | ca. 12.985 Euro |
| Grand Tower Penthouse, 47. Etage | 8.411.200 Euro | 274,8 m² | ca. 30.600 Euro |
| Onyx Westend Penthouse, ab dem Jahr 2015 | ca. 15.000.000 Euro | 640 m² | ca. 18.000 Euro |
| HPQ Hafenpark-Quartier, ab dem Jahr 2027 | bis 4.750.000 Euro | bis 433 m² | auf Anfrage |
Warum Frankfurt Luxusimmobilien anzieht wie keine andere deutsche Stadt
Frankfurt beherbergt die Europäische Zentralbank, die Deutsche Börse und über 200 internationale Finanzinstitutionen. Diese Käufergruppe sucht explizit Penthouse-Niveau, und das Angebot hält strukturell nicht Schritt: Weniger als 50 echte Spitzenobjekte kommen pro Jahr neu auf den Markt.
Dazu kommt eine Substanz, die sich nicht wiederholen lässt. Im Westend liegen die Deckenhöhen bei 3,20 bis 4,50 Metern, Stuckfassaden und Jugendstildetails erzielen 15 bis 25 Prozent Aufschlag gegenüber vergleichbaren Neubauten. Wer im Jahr 2015 im Westend-Süd kaufte und damals 6.295 Euro pro Quadratmeter zahlte, schaut heute auf einen Wertzuwachs von über 40 Prozent, trotz der Zwischenkorrektur in den Jahren 2023 und 2024.
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