Was sind die besten Museen in Frankfurt?

Frankfurt hat fast 60 Museen und Galerien. Das klingt nach viel und ist es auch. Das Herzstück bildet das Museumsufer am Schaumainkai, wo sich auf wenigen hundert Metern 26 Museen unmittelbar am Mainufer aneinanderreihen, ein Kulturboulevard dieser Dichte und Qualität existiert weltweit kein zweites Mal.

Mit dem MuseumsuferTicket besucht man 39 Museen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das Museumsuferfest am letzten Augustwochenende, im Jahr 2026 vom 28. bis 30. August, gilt mit bis zu einer Million Besuchern als eines der größten Kulturfestivals Europas.

Was sind die besten Museen in Frankfurt?

An der Spitze steht das Städel mit 700 Jahren Kunstgeschichte auf Weltniveau. Direkt dahinter folgen das Senckenberg Naturmuseum mit den größten Dinosaurierskeletten Europas, das Liebieghaus mit 5.000 Jahren Bildhauerkunst, das Historische Museum Frankfurt auf 6.000 Quadratmetern Stadtgeschichte und das MMK als eines der bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst weltweit. Jedes dieser Häuser könnte einen ganzen Tag füllen.

Städel Museum: 700 Jahre Kunstgeschichte auf Weltniveau

Das Städel ist die älteste und renommierteste Museumsstiftung Deutschlands. Im Jahr 1815 vom Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel als bürgerliche Stiftung gegründet, war es von Beginn an als öffentliche Institution konzipiert, was es von den meisten anderen europäischen Museen unterschied, die aus fürstlichen Sammlungen entstanden.

Die Sammlung umfasst über 4.700 Gemälde, 600 Skulpturen, 100.000 Zeichnungen und Druckgraphiken sowie rund 700 Fotografien. Der unterirdische Erweiterungsbau von 2012 verdoppelte die Ausstellungsfläche auf über 11.000 Quadratmeter. Das Dach mit 195 runden Oberlichtkuppeln bietet einen spektakulären Panoramablick auf die Frankfurter Skyline.

Was man hier sehen sollte:

  • Vermeers Der Geograph von ca. 1669, eines der bedeutendsten Werke des niederländischen Goldenen Zeitalters
  • Botticellis Weibliches Idealbildnis, nach internationaler Leihreise im Jahr 2023 zurückgekehrt
  • Eine der bedeutendsten Rembrandt-Sammlungen Deutschlands
  • Werke von Dürer, Cranach, Holbein, Rubens, Van Eyck, Monet, Cézanne, Picasso, Beckmann und Kirchner
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Adresse Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Öffnungszeiten Di, Mi, Fr bis So 10 bis 18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt Erwachsene 16 Euro, ermäßigt 14 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei
Tipp Donnerstagabend bis 21 Uhr: ruhiger, selbes Ticket

Senckenberg Naturmuseum: Europas größte Dinosaurierskelette

Das Senckenberg Naturmuseum ist eines der größten und bedeutendsten Naturkundemuseen Europas. Auf rund 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt es mehrere tausend Exponate. Es ist Teil der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die im Jahr 1817 gegründet wurde und bis heute als wichtige Forschungsinstitution gilt.

Bekannt ist das Senckenberg vor allem für seine Dinosaurier-Ausstellung: Es besitzt die vollständigsten und größten Dinosaurierskelette Europas, darunter einen fast vollständigen Tyrannosaurus rex und einen Triceratops. Vor dem Eingang begrüßt eine monumentale T-Rex-Nachbildung die Besucher. Die Sonderausstellung im Jahr 2026 heißt Edmond: Die letzten Tage der Dinosaurier und nimmt Besuchende mit auf eine Reise 66 Millionen Jahre in die Vergangenheit.

  • Vollständiges T-Rex-Skelett, eines der imposantesten Naturkundeexponate Europas
  • Fossilien aus Erdgeschichte: Haie, Meeressaurier, Urpferde, Wale
  • Biodiversitäts-Ausstellung mit Säugetieren, Insekten, Schmetterlingen und Vögeln
  • Geologie und Mineralogie mit Edelsteinen und Meteoritengestein
  • Mittwochabends: wissenschaftliche Themenführungen für Erwachsene im Eintrittspreis
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Adresse Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt
Öffnungszeiten Mo bis Di 9 bis 17 Uhr, Mi bis 20 Uhr, Do/Fr bis 17 Uhr, Sa/So bis 18 Uhr
Eintritt ca. 12 bis 14 Euro, Kinder bis 5 Jahre frei

Liebieghaus Skulpturensammlung: 5.000 Jahre Bildhauerkunst

Das Liebieghaus am Museumsufer ist das bedeutendste Skulpturenmuseum Deutschlands. In einer ehemaligen Privatvilla des Baron Heinrich von Liebieg, die er im Jahr 1896 am Mainufer errichten ließ, zeigt es rund 3.000 Skulpturen auf über 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche: von der Antike Ägyptens bis zum Klassizismus, fünf Jahrtausende Kunstgeschichte in einem Haus.

Besonders bekannt ist das Liebieghaus für sein Polychrome-Projekt, das als erstes weltweit rekonstruierte, wie antike Skulpturen ursprünglich farbig bemalt waren. Das Medienecho war international. Der Museumsgarten gehört zu den ruhigsten Oasen am Frankfurter Museumsufer.

  • Antike Abteilung: griechische und römische Marmorskulpturen, ägyptische Götterstatuen, etruskische Bronzen
  • Mittelalter und Gotik: einmalige Sammlung mittelalterlicher Holzskulpturen und Elfenbeinarbeiten
  • Renaissance und Barock: Werke von Lucas Cranach d. Ä., Adam Kraft, Tilman Riemenschneider
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Adresse Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt
Öffnungszeiten Di, Mi 12 bis 18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Fr bis So 10 bis 18 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt Di bis Fr 8 Euro, Sa/So/Feiertage 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei

Historisches Museum Frankfurt: Stadtgeschichte auf 6.000 Quadratmetern

Im Jahr 1877 gegründet und im Jahr 2017 als vollständig neuer Museumskomplex wiedereröffnet: Der historische Saalhof mit seinen fünf Gebäuden aus 800 Jahren Stadtgeschichte und ein moderner Ausstellungsneubau bilden jetzt eine spannende Einheit. In acht Dauerausstellungen auf über 6.000 Quadratmetern werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt präsentiert.

  • Frankfurt wie es war: maßstabsgetreue Stadtmodelle, die Frankfurt im Wandel der Jahrhunderte zeigen
  • Saalhof-Kapelle: eines der ältesten erhaltenen Gebäude Frankfurts aus dem 12. Jahrhundert
  • Bürgerausstellung Frankfurt jetzt!: die Stadtgesellschaft erzählt ihre eigene Geschichte interaktiv
  • Junges Museum im Erdgeschoss: speziell für Kinder gestaltet mit interaktiven Erlebnissen
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Adresse Saalhof 1, 60311 Frankfurt
Öffnungszeiten Di bis So 11 bis 18 Uhr, Do bis 21 Uhr
Eintritt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei

MMK Museum für Moderne Kunst: Weltklasse der Gegenwartskunst

Das MMK gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 ist es mit über 5.000 Werken internationaler Kunst seit den 1960er-Jahren ein Fixpunkt auf der internationalen Kunstkarte. Das markante postmoderne Gebäude von Hans Hollein am Domhügel wird gerne Tortenstück genannt und ist selbst ein architektonisches Kunstwerk.

Das MMK bespielt heute drei Standorte: das Haupthaus in der Domstraße 10, das Zollamt MMK in einem historischen Zollgebäude und den MMK Tower in der Taunusanlage, wo Gegenwartskunst zwischen Finanztürmen präsentiert wird. Zu den Highlights der Sammlung zählen Werke von Andy Warhol, Joseph Beuys, Cindy Sherman, Bruce Nauman und Sigmar Polke.

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Adresse Domstraße 10, 60311 Frankfurt
Öffnungszeiten Di bis So 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt 12 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei

Schirn Kunsthalle: Frankfurts Ausstellungshaus für Blockbuster

Die Schirn Kunsthalle ist eine der renommiertesten Kunsthallen Europas und ausschließlich auf Wechselausstellungen spezialisiert, sie hat keine eigene Sammlung. Im Jahr 2026 feiert sie ihr 40-jähriges Bestehen mit einem besonderen Jubiläumsprogramm und kann seit Gründung über 250 Ausstellungen zu Kunst, Fotografie und Kultur vorweisen.

Das Ausstellungsprogramm im Jahr 2026 umfasst unter anderem Thomas Bayrle Fröhlich sein!, eine retrospektive Werkschau des Frankfurter Pop-Art-Pioniers ab 12. Februar, und The World Through AI vom 11. Juni bis 20. September 2026, die KI-Ausstellung des Jahres mit künstlerischen Positionen rund um Künstliche Intelligenz.

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Adresse Römerberg 6, 60311 Frankfurt
Öffnungszeiten Di, Fr bis So 10 bis 19 Uhr, Mi/Do bis 22 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt je nach Ausstellung ca. 7 bis 16 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei

Jüdisches Museum Frankfurt: 800 Jahre Geschichte an zwei Standorten

Das Jüdische Museum Frankfurt ist das älteste Jüdische Museum Deutschlands, im Jahr 1988 im historischen Rothschild-Palais eröffnet. Frankfurt besaß einst die bedeutendste jüdische Gemeinde Europas, die Judengasse war Europas ältestes jüdisches Ghetto. Im Oktober 2020 eröffnete ein moderner Erweiterungsbau von Staab Architekten, ein transparenter Lichtbau, der im Jahr 2022 die Große Nike, den wichtigsten deutschen Architekturpreis, gewann.

Das Museum bespielt zwei Standorte: das Rothschild-Palais am Untermainkai und das Museum Judengasse in der Battonnstraße 47, wo original ausgegrabene Überreste der mittelalterlichen Judengasse zu sehen sind, darunter erhaltene Kellerräume und Miqwen, also Ritualbäder.

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Adresse Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt
Öffnungszeiten Di bis So 10 bis 18 Uhr, Do Wechselausstellung bis 20 Uhr
Eintritt 12 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei

Deutsches Architekturmuseum: Weltarchitektur am Museumsufer

Im Jahr 1984 als erstes Architekturmuseum Deutschlands eröffnet, ist das DAM heute eine der renommiertesten Adressen für historische und aktuelle Architektur. Das Gebäude selbst ist eine postmoderne Ikone: Oswald Mathias Ungers schuf ein Haus im Haus, eine weiße Villa innerhalb der bestehenden Gründerzeit-Villa. Das jährliche DAM Preis-Programm kürt das beste neue Gebäude Deutschlands.

  • Dauerausstellung Von der Urhütte zum Wolkenkratzer: Grundprinzipien des Bauens von der Antike bis heute
  • Wechselausstellungen zu aktuellen Bauprojekten und urbanistischen Debatten weltweit
  • Umfangreiches Archiv mit Zeichnungen, Modellen und Fotografien bedeutender Architekten
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Adresse Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt
Öffnungszeiten Di, Do bis So 11 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt 12 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei

DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum: Kino, Archiv und Museum in einem

Das DFF am Museumsufer ist eines der bedeutendsten Filminstitute Europas und kombiniert Museum, Archiv und Kino unter einem Dach. Es bewahrt über 7.700 Filmtitel sowie umfangreiche Sammlungen an Filmpostern, Kostümen und Requisiten. Das Herzstück ist das Kino im Untergeschoss mit bis zu 131 Plätzen, in dem täglich kuratierte Filmreihen, Retrospektiven und Sondervorführungen stattfinden.

  • Dauerausstellung: Technikgeschichte des Films von Laterna-Magica bis moderner CGI
  • Kino: täglich wechselndes Programm aus Retrospektiven, Klassikern und Dokumentarfilmen
  • Kostenloser Außenfilm-Abend im Sommer auf dem Schaumainkai
  • Kinocard für 45 Euro pro Jahr: lohnt sich sofort für Filmfans
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Adresse Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt
Öffnungszeiten Di bis So 10 bis 18 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt Museum ca. 8 bis 10 Euro, Kino: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro

Museum für Kommunikation: Von der Postkutsche zum Smartphone

Am 31. Januar des Jahres 1958 als Bundespostmuseum eröffnet und damit eines der ersten Museen am Frankfurter Museumsufer überhaupt. Es nimmt seine Gäste mit auf eine Reise durch die Geschichte der menschlichen Kommunikation, von der Keilschrift über Telegraphie, Telefon und Radio bis zu Internet und sozialen Medien. Besonders bei Familien ist das Museum sehr beliebt, mit interaktiven Mitmachstationen und Medienlaboren für alle Altersgruppen.

  • Historische Postkutschen bis zu modernsten Transportfahrzeugen des Postwesens
  • Seltene Briefmarkensammlung mit Exponaten von Weltrang
  • InterAktiv-Labore: Telegrafieren, Morsezeichen absetzen, auf alten Schreibmaschinen tippen
  • Roboter Max: der kommunizierende Museumsroboter, Liebling aller Kinder
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Adresse Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt
Öffnungszeiten Di, Do 9 bis 17 Uhr, Mi bis 20 Uhr, Fr bis So 10 bis 18 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder 6 bis 17 Jahre 3 Euro, unter 6 Jahren frei

Frankfurt hat mit dem MuseumsuferTicket außerdem eines der besten Kulturangebote Deutschlands: 39 Museen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für 21 Euro. Wer außerdem dauerhaft in Frankfurt leben will und eine Chance auf ein eigenes Zuhause sucht: Bei Omaze verlosen wir regelmäßig Häuser im Millionenwert, vollständig eingerichtet, schlüsselfertig, inklusive 100.000 Euro steuerfrei zum Einleben. Keine Grunderwerbsteuer, keine Notarkosten. Einziehen, vermieten oder verkaufen, die Entscheidung liegt bei dir. Alle Infos auf omaze.de. Eine Person gewinnt garantiert. Warum nicht du?

AUTOR

Carlos Arad

Carlos ist Autor bei Omaze Deutschland und schreibt seit Jahren zu Themen rund um Finanzen, Lifestyle und Immobilien. Seine Leidenschaft für besondere Immobilien hat er bereits in seiner Kindheit als Sohn eines Bauleiters für sich entdeckt.