Was sind die besten Aktivitäten in Frankfurt?

Frankfurt, das ist weit mehr als nur Bankentürme und Messe. Die Stadt vereint auf kleinstem Raum kulinarische Highlights, urbane Natur, Kulturerlebnisse, Wasser, Sport und Nachtleben.

Mit dem Grünen Gürtel auf 80 Quadratkilometern Natur rund um die Stadt, dem Main als grüner Freizeitachse, dem einzigartigen Museumsufer und einer pulsierenden Gastronomieszene hat Frankfurt für jeden Geschmack etwas Außergewöhnliches.

Und das zu einem erheblichen Teil kostenlos.

Was sind die besten Aktivitäten in Frankfurt?

Von der Apfelwein-Tour durch Alt-Sachsenhausen über die Kleinmarkthalle als kulinarisches Wohnzimmer der Stadt bis zur virtuellen Zeitreise ins Frankfurt des Jahres 1891: Diese Stadt überrascht immer wieder. Ob Schiffsrundfahrt, Fahrradtour entlang des Mains, Hafenpark im Ostend oder Weihnachtsmarkt am Römerberg, Frankfurt hat das Spektrum, das viele Städte dieser Größe nicht haben.

Apfelwein-Tour durch Alt-Sachsenhausen: Frankfurts flüssiges Kulturgut

Kein Frankfurt-Besuch ohne Apfelwein. Das saure Kultgetränk, auf Frankfurterisch Ebbelwei, ist das flüssige Herz der Stadt. Alt-Sachsenhausen ist der angestammte Kiez der Apfelweinwirtschaften, mit alten Fachwerkhäusern, engen Gassen und entspanntem Viertel-Flair. Serviert wird aus dem Bembel, dem bauchigen Steingutkrug und im gerippten Glas.

Dazu gibt es klassische Frankfurter Küche: Handkäs mit Musik, also Sauermilchkäse mit Essig-Öl-Zwiebeln, Grüne Soße, Frankfurter Rippchen oder Schlachtplatte. Ein Schoppen zu 0,25 Litern kostet ca. 3 bis 4 Euro, ein Bembel mit einem Liter ca. 8 bis 10 Euro.

Die besten Adressen im Überblick:

Wirtschaft Charakter Adresse
Apfelweinwirtschaft Wagner Seit 1931, 4,7 Sterne, Sachsenhäuser Klassiker Schweizer Straße 71
Dauth-Schneider Seit über 170 Jahren, Schieferplatten-Fassade Neuer Wall 5 bis 7
Zum Gemalten Haus Wandmalereien aus Frankfurter Geschichte, traditionellste Atmosphäre Schweizer Straße 67
Fichtekränzi Uriger Biergarten, beliebt bei Einheimischen Wallstraße 5

Praktische Tipps für die Tour: Alle Wirtschaften liegen in Laufnähe, einfach von einer zur nächsten ziehen. Bester Abend: Freitag oder Samstag ab 18 Uhr, wenn die Gassen sich füllen. Insider-Tipp: Vorher an einem Wasserhäuschen einen Kaffee oder ein Bier nehmen, das ist echter Frankfurter Alltag.

Kleinmarkthalle: Frankfurts kulinarisches Wohnzimmer

Die Kleinmarkthalle am Rand der Altstadt ist Frankfurts bedeutendstes kulinarisches Erbe. Auf zwei Etagen verteilen sich über 150 Händler mit Käse, Wurst, frischem Gemüse, Gewürzen, Wein, internationalen Spezialitäten und Street Food aus aller Welt. Nicht nur zum Einkaufen, sondern als sinnliches Erlebnis ein absolutes Muss.

Am Samstagmorgen ist die Kleinmarkthalle ein gesellschaftliches Ereignis: Frankfurter aus allen Stadtteilen und Einkommensschichten treffen sich hier, stehen an Weinständen zusammen. Die Weinbar im Obergeschoss mit Terrasse ist besonders beliebt, hier trinkt man schon ab 9 Uhr morgens einen Schoppen Wein.

Was man hier unbedingt probieren sollte:

  • Grüne Soße, das Frankfurter Nationalgericht aus sieben Kräutern: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch
  • Handkäs direkt beim Metzger kosten
  • Frankfurter Brenten, Marzipan-Gebäck als traditionelle Weihnachtsspezialität
  • Käse Thomas, einer der bekanntesten Käsehändler Frankfurts
  • Internationale Stände mit persischen Spezialitäten, griechischem Olivenöl, italienischem Aufschnitt
  • Adresse: Hasengasse 5 bis 7, 60311 Frankfurt
  • Mo bis Fr: 8 bis 18 Uhr, Sa: 8 bis 16 Uhr, So geschlossen

Ebbelwei-Expreß: Sightseeing und Apfelwein im Nostalgietram

Der Ebbelwei-Expreß der Verkehrsgesellschaft Frankfurt ist eine der urigsten Touristenaktivitäten der Stadt. In einer historisch dekorierten Straßenbahn aus den 1950er-Jahren tuckert man durch die schönsten Ecken Frankfurts, vorbei an Römerberg, Sachsenhausen, Bornheim und dem Museumsufer. Im Fahrpreis von 8 Euro für Erwachsene ist wahlweise eine Flasche Apfelwein, ein Apfelsaft oder Mineralwasser sowie eine Tüte Brezeln inklusive.

Die Fahrt dauert etwa 60 bis 70 Minuten für eine vollständige Runde. Man kann an beliebigen Haltestellen ein- und aussteigen. An Bord spielt traditionelle Musik, und der gesellige Charakter macht die Tour auch allein zum Spaß. Tipp: Kombination mit einem Sachsenhausen-Bummel danach.

  • Preis: 8 Euro, ermäßigt 3,50 Euro
  • Betrieb: Samstage, Sonn- und Feiertage
  • Inklusive: Apfelwein oder Apfelsaft und Brezeln

Schiffsrundfahrt auf dem Main: Frankfurts Skyline vom Wasser

Eine Schiffsrundfahrt auf dem Main bietet die eindrucksvollste Perspektive auf Frankfurts berühmte Skyline. Von der Wasseroberfläche wirkt das Zusammenspiel aus modernen Wolkenkratzern und dem alten Römerberg besonders eindrucksvoll. Die Mainschifffahrt bietet von Ende März bis Mitte Oktober täglich Fahrten an.

Die 60-Minuten-Panoramafahrt startet täglich mehrfach und führt entlang des Museumsufers, am Römerberg vorbei, unter den Mainbrücken hindurch bis in den Osthafen. Freitagabends von Juni bis September gibt es eine Lounge-Abendfahrt mit DJ-Musik für zwei Stunden.

Angebot Details Zeitraum
1h Panoramafahrt täglich: 10:30, 12:00, 13:30, 15:00, 16:30, 18:00 Uhr 28. März bis 18. Oktober 2026
Lounge Abendfahrt mit DJ freitags 20 Uhr, 2 Stunden 5. Juni bis 18. September 2026
Private Bootsfahrt ab ca. 208 Euro für Gruppen bis 18 Personen nach Buchung

Fahrradtour durch den GrünGürtel und den MainRadweg

Frankfurt ist für Fahrradfahrer ein Paradies. Der GrünGürtel-Radrundweg umrundet die gesamte Stadt auf rund 64 Kilometern und verbindet Wälder, Flussauen, Obstwiesen, Parks und urbane Räume zu einer abwechslungsreichen Tagestour. Gut ausgeschildert, überwiegend auf befestigten Wegen. Einstieg an beliebiger Stelle, zum Beispiel an der Niddamündung in Frankfurt-Höchst.

Highlights entlang des GrünGürtel-Radrundwegs, die man nicht verpassen sollte:

  • Lohrberg in Seckbach: Frankfurts inoffizieller Hausberg, Panorama auf die Skyline, Apfelweinausschank direkt am Obstgarten
  • Schwanheimer Dünen: seltenes Naturschutzgebiet mit Binnensanddünen mitten im Stadtgebiet
  • Alter Flugplatz Bonames: ehemaliger Militärflugplatz, heute Naturerlebnisgelände
  • Grüne-Soßen-Denkmal im Grünen

TimeRide: Virtuelle Zeitreise ins Frankfurt des Jahres 1891

TimeRide Frankfurt ist eine der innovativsten Attraktionen der Stadt. In einem denkmalgeschützten Ladenlokal direkt neben der Paulskirche erlebt man in Virtual-Reality-Brillen eine immersive Kutschfahrt durch das historische Frankfurt des Jahres 1891, vollständig rekonstruiert in 360-Grad-Panorama.

Die 90-minütige GO!-Altstadt-VR-Tour führt an 10 Stationen durch die prägenden Epochen Frankfurts auf einer 2,2 Kilometer langen Route durch die echte Stadt. An jedem Halt setzt man die Brille auf und blickt direkt in die Vergangenheit, auf den noch unzerstörten Römerberg oder die mittelalterliche Judengasse. Eine einzigartige Kombination aus echter Stadtführung und historischem VR-Erlebnis.

  • Adresse: Berliner Straße 42a, direkt neben der Paulskirche
  • Preis: ca. 14,50 Euro, ermäßigt 12,50 Euro, Familienkarte ca. 36 Euro
  • Buchung: online auf timeride.de/frankfurt

Hafenpark und Ostend: Frankfurts urbanes Freizeitzentrum

Der Hafenpark im Ostend ist das beste Beispiel für Frankfurts urbane Transformation: Ein ehemaliges Industrieareal direkt an der EZB ist heute einer der lebendigsten Treffpunkte der Stadt, kostenlos, offen für alle, zu jeder Tageszeit. Das Hafenpark-Areal liegt unmittelbar neben dem markanten Doppelturm der Europäischen Zentralbank.

Was man hier alles findet:

  • Skate und BMX: professioneller Concrete Jungle auf internationalem Niveau
  • Fitnessparcours: zwei Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade
  • Trampolins, Himmelsschaukeln, Bolzplätze, Volleyballfelder
  • Abenteuerspielplatz für Kinder
  • Restaurant Oosten direkt am Mainufer mit Terrasse und Skylineblick
  • Im Sommer kostenlose Open-Air-Konzerte und DJ-Abende unter der Honsellbrücke

Mainufer-Spaziergang und Eiserner Steg: Frankfurts grüne Herzachse

Der Spaziergang am Mainufer gehört zu den schönsten Gratis-Aktivitäten Frankfurts. Besonders an warmen Sommerabenden verwandelt sich das Mainufer in ein riesiges Open-Air-Wohnzimmer: Menschen picknicken auf der Wiese, Laufgruppen ziehen ihre Bahnen, Kayaker paddeln auf dem Fluss, und in den schwimmenden Lokalen Maincafé, Yachtclub und Dönerboot herrscht ausgelassene Stimmung.

Der Eiserne Steg aus dem Jahr 1868 verbindet Sachsenhausen mit der Innenstadt und trägt rund fünf Tonnen Liebesschlösser. Hier hat man einen der besten und günstigsten Blicke auf Skyline und Dom gleichzeitig.

Der perfekte Mainufer-Tag in vier Schritten:

  • Morgens: Kaffee und Croissant mit Mainblick in Sachsenhausen
  • Mittags: Grüne Soße zum Mitnehmen aus der Kleinmarkthalle als Picknick
  • Abends: Sunset am Eisernen Steg, bestes Fotomotiv der Stadt um ca. 20 Uhr im Sommer
  • Danach: Sundowner auf einer der Rooftop-Bars im Westend

Lohrberg und Goetheturm: Natur und Panorama über der Skyline

Der Lohrberg im Stadtteil Seckbach ist Frankfurts inoffizieller Hausberg und einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Auf einem Hügel inmitten von Streuobstwiesen blickt man auf die Frankfurter Skyline und gleichzeitig auf den grünen Osten bis zum Taunus. Direkt am Lohrberg liegt das MainÄppelHaus als Besucherzentrum für den Frankfurter GrünGürtel. Abends ist der Lohrberg ein beliebter Treffpunkt zum Picknicken und Sundownern, für Einheimische und Gäste gleichermaßen.

Der Goetheturm im Sachsenhäuser Stadtwald ist Frankfurts bekanntester Holzturm. Er wurde im Jahr 1931 errichtet, im Jahr 2017 durch Brandstiftung zerstört und im Jahr 2020 originalgetreu wiederaufgebaut. Nach 196 Holzstufen auf 43 Metern Höhe wartet ein vollkommen anderer Skyline-Blick: Aus dem grünen Stadtwald heraus sieht man im Norden die Hochhäuser. Am Fuß liegt ein Waldspielpark mit Irrgarten, Planschbecken und Gastronomie.

  • Lohrberg: kostenlos, Anfahrt Bus 43, beste Zeit: 1 bis 2 Stunden vor Sonnenuntergang
  • Goetheturm: kostenlos, April bis Oktober täglich 8 bis 20 Uhr, Bus 35 Lerchesbergring

Frankfurter Weihnachtsmarkt: Über 630 Jahre Tradition

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt zählt mit rund 3 Millionen Besuchern jährlich zu den größten und ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Urkundlich belegt ist, dass in Frankfurt seit dem Jahr 1393 Weihnachtsmärkte abgehalten werden. Der Markt erstreckt sich von der Hauptwache über den Liebfrauenberg, Paulsplatz und Römerberg bis hinunter zum Mainufer.

Am Römerberg versammeln sich die stimmungsvollsten Buden vor der Kulisse der rekonstruierten Fachwerkhäuser. Dazu gibt es Glühwein, Frankfurter Brenten (das Marzipan-Gebäck, das nur hier erhältlich ist), Turmblasen vom Altan der Nikolaikirche und die Eröffnung durch den Oberbürgermeister. Am Mainkai gibt es extra einen Kinder-Weihnachtsmarkt.

  • Weihnachtsmarkt 2026: 23. November bis 22. Dezember 2026
  • Öffnungszeiten: Mo bis Sa 10 bis 21 Uhr, So 11 bis 21 Uhr
  • Standorte: Römerberg, Mainkai, Paulsplatz, Hauptwache, Roßmarkt
  • Eintritt: kostenlos

Frankfurt lässt sich übrigens auch ohne Budget sehr gut erleben. Der sogenannte Satourday, der letzte Samstag im Monat, macht viele der besten Museen kostenlos zugänglich, darunter das Historische Museum, das MMK, das Jüdische Museum und das Museum Angewandte Kunst. Und wer in Frankfurt dauerhaft zu Hause sein möchte: Bei Omaze verlosen wir regelmäßig Häuser im Millionenwert, vollständig eingerichtet, schlüsselfertig, inklusive 100.000 Euro steuerfrei zum Einleben. Keine Grunderwerbsteuer, keine Notarkosten. Einziehen, vermieten oder verkaufen, die Entscheidung liegt bei dir. Alle Infos auf omaze.de. Eine Person gewinnt garantiert. Warum nicht du?

AUTOR

Carlos Arad

Carlos ist Autor bei Omaze Deutschland und schreibt seit Jahren zu Themen rund um Finanzen, Lifestyle und Immobilien. Seine Leidenschaft für besondere Immobilien hat er bereits in seiner Kindheit als Sohn eines Bauleiters für sich entdeckt.