Nürnberg war einmal ein Geheimtipp? Die Zeiten sind vorbei! Zwischen Kaiserburg und Pegnitz findet eine Entwicklung statt, die selbst hartgesottenen Franken manchmal den Atem stocken lässt.
Manche Viertel bleiben halbwegs erschwinglich, doch in den begehrtesten Ecken der Stadt klettern die Preise in schwindelerregende Höhen, die sogar für bayerische Verhältnisse beeindruckend sind.
Auf einem gemütlichen Spaziergang durch Nürnbergs schönste Straßen kommst du ins Träumen – so ein eigenes Häuschen hier, das wäre schon was.
Die Realität dürfte dich jedoch recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückbringen: Einzelne Angebote kratzen bereits an der 8.700-Euro-Marke pro Quadratmeter. Manche Objekte überbieten sogar die 8.550-Euro-Grenze. Diese Zahlen konzentrieren sich auf wenige, ganz besondere Fleckchen dieser fränkischen Perle.
Wo steht das teuerste Haus in Nürnberg?
Leicht ernüchtert schlenderst du weiter durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und fragst dich, wer wohl die glücklichen Bewohner dieser märchenhaften Häuser sein mögen. In St. Sebald zahlst du 4.707 Euro pro Quadratmeter, in St. Lorenz sind es 4.604 Euro. Die Geschichten, die diese alten Mauern erzählen könnten – unbezahlbar. Die Preise dafür allerdings auch.
Noch exklusiver wird es in St. Jobst, wo sich die Quadratmeterpreise auf über 5.539 Euro schrauben. Mögeldorf spielt in derselben Liga, und wer in St. Johannis sein Traumhaus sucht, muss mit mindestens 4.334 Euro pro Quadratmeter rechnen. In Hasenbuck wird es mit 6.274 Euro pro Quadratmeter richtig luxuriös – du spürst förmlich die Exklusivität in der Luft.
Einzelne Straßen erzählen ihre ganz eigene Preisgeschichte. Die Wackenroderstraße fordert 5.600 Euro pro Quadratmeter, die Novalisstraße begnügt sich mit 5.473 Euro. Selbst Gostenhof, einst das kreative Herz der Stadt, wandelt sich durch die Gentrifizierung zu einem begehrten Pflaster, auch wenn die Preise noch nicht ganz die absoluten Spitzenwerte erreichen.
Wie teuer ist das teuerste Haus in Nürnberg?
Die absoluten Rekordpreise bewegen sich zwischen 7.705 Euro pro Quadratmeter und astronomischen 8.700 Euro, je nachdem, welche Quelle du heranziehst. ImmoScout24 nennt die 8.700-Euro-Marke, Homeday bleibt bei 8.550 Euro pro Quadratmeter. Zahlen, die selbst erfahrene Immobilienfans kurz stocken lassen.
Beruhigend ist zumindest, dass diese Extremwerte deutlich über dem üblichen Niveau liegen. Einfamilienhäuser kosten im Schnitt 4.595 Euro pro Quadratmeter, und verschiedene Makler-Analysen pendeln zwischen 4.255 und 4.363 Euro pro Quadratmeter. Das ist immer noch ordentlich, aber wenigstens nicht völlig weltfremd.
Rechnen wir es doch einmal durch: Ein 200-Quadratmeter-Haus in St. Jobst kostet dich bei den dortigen Spitzenpreisen über 1.107.800 Euro. Dafür bekommst du typischerweise vier schöne Zimmer, moderne Ausstattung, einen Garten zum Durchatmen und die Gewissheit, in ruhiger Lage mit perfekter Anbindung zur Altstadt zu wohnen.
Wie haben sich Quadratmeterpreis und Mietpreis in dem Stadtteil entwickelt?
Die Entwicklung in Nürnbergs edelsten Ecken gleicht einer stetigen Bergfahrt. In der Altstadt, St. Jobst und Mögeldorf klettern die Hauspreise unermüdlich nach oben. 2025 stiegen sie um beachtliche 5,8 Prozent auf 3.646 Euro pro Quadratmeter, 2026 folgte ein weiterer Schub um 0,8 Prozent auf 3.677 Euro.
Bei den Häusern zeigt sich die Dynamik noch deutlicher. Ein kräftiger Sprung um 7,30 Prozent katapultierte die Preise von 4.066 Euro pro Quadratmeter in 2024 auf 4.363 Euro in 2025. Seit dem ersten Quartal 2021 kletterten sie um weitere 4,3 Prozent auf durchschnittlich 4.500 Euro pro Quadratmeter – und wir sind noch längst nicht am Ende angekommen.
Die Mietpreise erzählen eine noch dramatischere Geschichte. Bestandswohnungen sprangen um satte 5,63 Prozent von 12,61 Euro pro Quadratmeter in 2024 auf 13,32 Euro in 2025. Besonders in Gostenhof sorgen Gentrifizierung und wachsende Begeisterung für kontinuierliche Preissteigerungen, auch wenn dieser Stadtteil die absoluten Rekorde bisher noch nicht knackt.
Fazit: „Nürnbergs Immobilienmarkt zeigt deutliche Preissteigerungen in bevorzugten Lagen."
Nürnbergs Immobilienmarkt spaltet sich immer deutlicher in zwei Welten. In den begehrtesten Lagen wie St. Jobst, der Altstadt oder Hasenbuck musst du mit Quadratmeterpreisen jenseits der 5.000-Euro-Marke rechnen, während der Durchschnitt bei etwa 4.300 bis 4.600 Euro pro Quadratmeter verharrt.
Und die Preisspirale dreht sich unermüdlich weiter. Jahr für Jahr verzeichnet Nürnberg bei Kauf- und Mietpreisen deutliche Sprünge nach oben. Besonders die Mietpreisentwicklung mit über fünf Prozent jährlich stellt viele Haushalte vor echte Herausforderungen.
Die Botschaft für dich als Immobilienkäufer ist klar: Die exklusivsten Lagen werden jährlich noch teurer und exklusiver. Träumst du von einer Top-Lage, solltest du dich auf Preise deutlich über 5.000 Euro pro Quadratmeter einstellen – Tendenz definitiv steigend. Weitere Informationen zum Grundstücksmarkt findest du bei der Stadt Nürnberg.