Es gibt Autos, die man kauft. Und es gibt Autos, die Geschichte geschrieben haben. Porsches teuerste Exemplare fallen klar in die zweite Kategorie.
Sie kommen aus Le Mans, aus dem Kino, aus den Händen von Stirling Moss und Paul Newman, und sie erzielen bei Auktionen Preise, die sich anfühlen wie Tippfehler. Aber sie sind real.
Hier sind die 15 teuersten Porsche aller Zeiten:
Top 15: Die teuersten Porsche aller Zeiten (Stand April 2026)
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Rang |
Modell |
Baujahr |
Auktionspreis (USD) |
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🥇 1 |
Porsche 917K (Chassis 917-024) |
1970 |
14.080.000 $ |
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🥈 2 |
Porsche 956 C (Chassis 956-003) |
1982 |
10.120.000 $ |
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🥉 3 |
Porsche 911 GT1 Rennversion |
1997 |
7.045.000 $ |
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4 |
Porsche 550 RS Spyder (Chassis 550-0090) |
1956 |
6.225.000 $ |
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5 |
Porsche 918 Spyder Weissach (Pure Orange) |
2015 |
6.050.000 $ |
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6 |
Porsche 959 Paris-Dakar (Chassis 959-010015) |
1985 |
5.945.000 $ |
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7 |
Porsche 917/10 L&M Spyder (Chassis 917/10-003) |
1972 |
5.830.000 $ |
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8 |
Porsche 911 GT1 Strassenversion |
1998 |
5.665.000 $ |
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9 |
Porsche RS Spyder Evo (Chassis 9R6.702) |
2007 |
5.615.000 $ |
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10 |
Porsche 718 RS60 Werks (Chassis 718-044) |
1960 |
5.400.000 $ |
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11 |
Porsche 550 RS Spyder (Chassis 550-0060) |
1955 |
5.335.000 $ |
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12 |
Porsche 550A Spyder (Chassis 550A-0145) |
1958 |
5.170.000 $ |
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13 |
Porsche 907 Usine |
1968 |
5.119.140 $ |
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14 |
Porsche 935 (Chassis 009-0030) |
1979 |
4.840.000 $ |
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15 |
Porsche RS Spyder (Chassis 9R6.706) |
2007 |
4.510.000 $ |
Alle Preise basieren auf dokumentierten Auktionsergebnissen inklusive Buyer's Premium. Private Verkäufe ohne öffentliche Bestätigung sind nicht enthalten. Jetzt zu den Details.
Platz 1: Porsche 917K (Chassis 917-024) – rund 13,2 Mio. €
14.080.000 US-Dollar. Das ist der höchste Preis, den je ein Porsche bei einer öffentlichen Auktion erzielt hat. Gooding & Company versteigerte diesen 1970er 917K beim Pebble Beach Concours 2017, und wer das Fahrzeug kennt, versteht warum.
Chassis 917-024 ist der originale Filmwagen aus Steve McQueens Kultfilm „Le Mans" von 1971, und er gehörte vor seinem Kinoeinsatz dem Schweizer Rennfahrer Jo Siffert. Als Rennwagen bestritt er genau ein einziges Wettbewerbsrennen: das 1.000-km-Rennen von Spa 1969. Danach kam Hollywood. Seltenheit, Provenienz, Popkultur. Alles in einem Fahrzeug.
Die technischen Daten:
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Motor: Luftgekühlter Flat-12, 4.998 ccm, 630 PS bei 8.300 U/min
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0 auf 100 km/h: rund 2,7 Sekunden
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Höchstgeschwindigkeit: 354 km/h
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Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe
Ein kleines Zusatz-Kuriosum: Ein weiterer 917K aus Jerry Seinfelds Sammlung erzielte beim Mecum Kissimmee 2025 ein Rekordgebot von 25 Millionen US-Dollar, verfehlte aber den Reservepreis und ging anschließend privat für einen Betrag in ähnlicher Größenordnung über den Tisch.
Platz 2: Porsche 956 C (Chassis 956-003) – rund 9,5 Mio. €
Der erste Porsche, der bei einer Auktion die 10-Millionen-Dollar-Grenze durchbrochen hat. Gooding & Company verkaufte diesen 1982er 956 C im Jahr 2015 in Pebble Beach für 10.120.000 US-Dollar.
Chassis 956-003 ist eines von nur zehn Works-956-Modellen und hat eine Rennhistorie, die sich liest wie ein Lehrbuch der Motorsportgeschichte. Die wichtigsten Fakten:
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Platz zwei beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1982
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Gesamtsieg in Le Mans 1983
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Fahrer: Jochen Mass, Hurley Haywood und Vern Schuppan
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Motor: Twin-Turbo-Flat-6, 2.650 ccm, rund 630 PS
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Chassis: Aluminium-Monocoque
Platz 3: Porsche 911 GT1 Rennversion – rund 6,6 Mio. €
7.045.000 US-Dollar. Broad Arrow erzielte diesen Preis im Sommer 2024 in Monterey und machte diesen 911 GT1 damit zum teuersten Porsche-Verkauf des gesamten Jahres 2024.
Von diesem Fahrzeug existieren weltweit nur neun Kundenexemplare. Der 911 GT1 Rennversion von 1997 teilt mit dem normalen 911 nur die Silhouette, darunter liegt ein reiner Rennwagen, homologiert für Le Mans, konstruiert für Gesamtsiege. Neun Stück weltweit. Einer davon wechselte 2024 für über sechs Millionen Euro den Besitzer.
Platz 4: Porsche 550 RS Spyder (Chassis 550-0090) – rund 5,8 Mio. €
6.225.000 US-Dollar bei Bonhams in Goodwood 2016. Was diesen 1956er 550 RS Spyder besonders macht, lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:
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Vollständig unrestaurierter Originalzustand
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Nur 634 Meilen auf der Uhr
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Lückenlos dokumentierte Provenienz
Für Sammler ist das eine Kombination, die sich kaum übertreffen lässt. Originalzustand bedeutet hier nicht „vernachlässigt", sondern „unangetastet seit Jahrzehnten".
Platz 5: Porsche 918 Spyder Weissach (Pure Orange) – rund 5,7 Mio. €
Das ist der jüngste Rekord auf dieser Liste und gleichzeitig der interessanteste aus Investorenperspektive. Am 16. Januar 2026 erzielte dieser 2015er 918 Spyder Weissach bei Mecum Kissimmee 6.050.000 US-Dollar. Sein Neupreis 2014: 964.875 US-Dollar. Eine Wertsteigerung von rund 527 Prozent in weniger als zwölf Jahren.
Die Fakten zu diesem Fahrzeug:
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Lackierung „Pure Orange" in Paint-to-Sample, das einzige je produzierte Exemplar in dieser Farbe
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Nur 845 Originalmeilen
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Motor: 4,6-Liter-V8-Hybrid, 887 PS, 944 Nm Drehmoment
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Zwei Elektromotoren vorne und hinten
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0 auf 100 km/h: unter 2,6 Sekunden
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Erstes straßenzugelassenes Fahrzeug mit einer Nürburgring-Rundenzeit unter sieben Minuten
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Batteriekapazität: 6,8 kWh Lithium-Ionen
Platz 6: Porsche 959 Paris-Dakar (Chassis 959-010015) – rund 5,6 Mio. €
5.945.000 US-Dollar bei RM Sotheby's in Atlanta 2018. Dieser 1985er 959 gehört zu genau zwei privat gehaltenen Paris-Dakar-959-Exemplaren weltweit. Was den 959 generell so bedeutsam macht: Er war seiner Zeit technologisch weit voraus, mit Allradantrieb, Doppelturbolader und aktiver Fahrwerksregelung, alles bereits Mitte der 1980er Jahre.
Platz 7: Porsche 917/10 L&M Spyder (Chassis 917/10-003) – rund 5,5 Mio. €
5.830.000 US-Dollar bei Mecum Monterey 2012. Dieser 1972er 917/10 war ein Penske-Rennwagen in der Can-Am-Serie. Die wichtigsten Fakten:
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Fünf von neun Can-Am-Siegen in der Saison 1972
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Stammfahrer: Mark Donohue
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Teil des berühmten Penske-Werksprogramms
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Einer von nur neun 917/10-Exemplaren
Platz 8: Porsche 911 GT1 Strassenversion – rund 5,3 Mio. €
5.665.000 US-Dollar bei Gooding & Company in Amelia Island 2017. Von der Strassenversion des 911 GT1 existieren weltweit nur 20 Exemplare. Dieses Fahrzeug hat 7.900 Kilometer auf der Uhr und ist damit eines der am wenigsten genutzten GT1-Strassenexemplare überhaupt. 20 Stück. 7.900 Kilometer. 5,6 Millionen Euro.
Platz 9: Porsche RS Spyder Evo (Chassis 9R6.702) – rund 5,3 Mio. €
5.615.000 US-Dollar bei Gooding & Company in Pebble Beach 2022. Dieser 2007er RS Spyder Evo gehörte zum Penske-Team und war Teil der ALMS-Meistersaison 2007 und 2008. Technisch ein LMP2-Rennwagen, optisch eine der schönsten Rennkonstruktionen der 2000er Jahre, und historisch eines der erfolgreichsten amerikanischen Motorsportprogramme seiner Ära.
Platz 10: Porsche 718 RS60 Werks (Chassis 718-044) – rund 5,1 Mio. €
5.400.000 US-Dollar bei RM Sotheby's in Monterey 2019. Dieser 1960er 718 RS60 trägt in seinem Logbuch Namen, die die Motorsportgeschichte geprägt haben:
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Stirling Moss
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Graham Hill
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Dan Gurney
Alle drei saßen in diesem Fahrzeug. Mehr Provenienz geht kaum.
Platz 11: Porsche 550 RS Spyder (Chassis 550-0060) – rund 5,0 Mio. €
5.335.000 US-Dollar bei Gooding & Company in Amelia Island 2016. Dieser 1955er 550 RS Spyder kommt aus einer der bekanntesten Privatsammlungen der Welt, der Kollektion von Jerry Seinfeld, und hat in sieben Jahrzehnten nur drei Vorbesitzer gehabt. Das spricht für sich.
Platz 12: Porsche 550A Spyder (Chassis 550A-0145) – rund 4,8 Mio. €
5.170.000 US-Dollar bei Bonhams in Scottsdale 2018. Dieser 1958er 550A hat eine Rennsporthistorie, die kaum dichter sein könnte:
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Platz zwei in der Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans 1958
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Zehnfacher Starter bei der Mille Miglia Storica
Platz 13: Porsche 907 Usine – rund 4,8 Mio. €
Umgerechnet rund 4,39 Millionen Euro erzielte dieser 1968er Porsche 907 Usine bei Artcurial Rétromobile 2022 in Paris, einer der wenigen Porsches auf dieser Liste, der bei einer europäischen Auktion den Hammer fand. Das Fahrzeug war ein echter Werks-Rennwagen und Teil des FIA Sportwagen-Weltmeisterschaftsprogramms 1968, das Porsche in jenem Jahr gewann.
Platz 14: Porsche 935 (Chassis 009-0030) – rund 4,5 Mio. €
4.840.000 US-Dollar bei Gooding & Company in Pebble Beach 2016. Dieser 1979er 935 war das Fahrzeug von Paul Newman beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1979, wo er den zweiten Gesamtplatz belegte. Newman war nicht nur Schauspieler, sondern ein ernstzunehmender Rennfahrer. Dieses Auto belegt beides auf eindrucksvolle Weise.
Platz 15: Porsche RS Spyder (Chassis 9R6.706) – rund 4,2 Mio. €
4.510.000 US-Dollar bei Gooding & Company in Pebble Beach 2018. Dieser 2007er RS Spyder ist das einzige Exemplar, das je ohne offiziellen Works-Vertrag an einen Kunden verkauft wurde. Eine Raritätsbescheinigung in Fahrzeugform, und gleichzeitig der günstigste Einstieg in diese Liste, wobei „günstig" hier natürlich relativ gemeint ist.
Warum sind die teuersten Porsches so viel wert?
Die Antwort ist eigentlich immer dieselbe. Vier Faktoren treiben die Preise in diese Dimensionen:
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Rennhistorie und Provenienz: Le-Mans-Sieger, Can-Am-Meister, FIA-Weltmeisterschaftsfahrzeuge. Je berühmter die Fahrer, desto höher der Wert. Jo Siffert, Stirling Moss, Mark Donohue, Paul Newman, Graham Hill, Dan Gurney – diese Namen stehen in den Fahrzeugbüchern, und das hat seinen Preis.
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Extreme Seltenheit: Der 917K entstand in weniger als 50 Exemplaren, der 956 Works in nur zehn, die 911 GT1 Strassenversion in genau 20. Jede Auktion ist ein seltenes Ereignis, weil diese Fahrzeuge so gut wie nie auf den Markt kommen.
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Kulturelle Bedeutung: Steve McQueens „Le Mans", Jerry Seinfelds Sammlung, Paul Newmans Rennkarriere. Die Verbindung zu Popkultur und prominenten Persönlichkeiten erhöht den Marktwert erheblich, weit über den technischen Wert hinaus.
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Moderne Hypercars als Investition: Der 918 Spyder zeigt eine neue Dynamik. Einzigartig spezifizierte moderne Fahrzeuge mit minimaler Kilometerleistung entwickeln sich zu Sammlerstücken, deren Werte sich innerhalb von zehn Jahren versieben- bis verzehnfachen können. 527 Prozent Wertsteigerung in zwölf Jahren, wie beim Pure-Orange-918, ist ein Argument, das auch klassische Investoren verstehen.
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